Buchvorstellung „Radikale Ökologie“ im Rahmen der GegenBuchMasse 2015

Im Rahmen der diesjährigen GegenBuchMasse wird Christof Mackinger sein im Unrast-Verlag erschienenes Buch „Radikale Ökologie. Ein Plädoyer für eine radikale ökologische Linke“ vorstellen.

Biopiraterie, Fracking, Gentechnologie … Nie zuvor war der Umfang des verwertenden Zugriffs auf die Natur und ihre Ressourcen so umfassend wie heute. Radikaler Widerstand dagegen ist in Westeuropa, gelinde gesagt, überschaubar. Der Politikwissenschafter und Aktivist Christof Mackinger umreißt in seinem Einführungsbuch die Geschichte der radikalen Ökobewegung und seine unterschiedlichen Aktionsformen. Weiterhin stellt er dar, welche Konzepte wirkliche Alternativen zu einer Gesellschaft sein könnten, die auf der unbegrenzten Ausbeutung von Naturressourcen basiert und gibt einen Überblick über die Möglichkeiten progressiver Bewegungen, der voranschreitenden Ökonomisierung der Natur gegenzusteuern.

Donnerstag, 15. Oktober 2015 – Beginn: 20:00 Uhr

Raumstation Rödelheim (Auf der Insel 14 – Hinterhaus, Frankfurt-Rödelheim)

Zurückliegende Termine:

Power to the People! Energiearmut und Widerstand in England und der BRD – Veranstaltung am 5. Juni 2014 in Frankfurt

Vor­trags­rund­rei­se mit Clare / Fuel Po­ver­ty Ac­tion, Eng­land und FelS – Für eine linke Strö­mung, Ber­lin

En­er­gie­ar­mut? In Deutsch­land wur­den im letz­ten Jahr 320.​000 Haus­hal­ten der Strom ab­ge­klemmt und ihnen damit ihr Recht auf En­er­gie – um damit ko­chen, kom­mu­ni­zie­ren und teil­ha­ben zu kön­nen – ver­wehrt. Und das, ob­wohl die gro­ßen En­er­gie­kon­zer­ne die die Prei­se nach oben trei­ben, jah­re­lang satte Ge­win­ne ein­ge­fah­ren haben. Auch in an­de­ren eu­ro­päi­schen Län­dern sind arme Men­schen von stei­gen­de En­er­gie­kos­ten be­trof­fen. En­er­gie­ar­mut be­schreibt den feh­len­den Zu­gang zu einer aus­rei­chen­den Menge an En­er­gie (Strom, Wärme, Warm­was­ser). Gegen Ab­klem­mun­gen und En­er­gie­ar­mut regt sich je­doch auch Wi­der­stand. Die Ba­sis­grup­pe Fuel Po­ver­ty Ac­tion aus Eng­land un­ter­stützt Men­schen, die von so ge­nann­ten Pre­paid­zäh­lern (und damit noch hö­he­ren Kos­ten) und En­er­gie­ar­mut be­trof­fen sind, mit Be­ra­tung und krea­ti­vem Pro­test. Auf der Ver­an­stal­tungs­rund­rei­se wer­den sie von ihren Er­fah­run­gen be­rich­ten. Mit dabei sind Ak­ti­ve der Grup­pe FelS- Für eine linke Strö­mung, die seit ei­ni­gen Jah­ren (zu­letzt im Rah­men des Ber­li­ner En­er­gie­tisch-​Volks­ent­scheids) zur Si­tua­ti­on von En­er­gie­ar­men in Deutsch­land ar­bei­ten. Ziel der Ver­an­stal­tun­gen ist es, einen Ein­stieg ins Thema zu geben, die Si­tua­ti­on in Eng­land und Deutsch­land zu ver­glei­chen und Wi­der­stands­per­spek­ti­ven zu dis­ku­tie­ren. Die Ver­an­stal­tun­gen wer­den auf deutsch/eng­lisch statt­fin­den, es wird eine Über­set­zung geben.

Mit:
Clare – Fuel Po­ver­ty Ac­tion, Eng­land (Link)
Ak­ti­vist von FelS – Für eine linke Strö­mung, Ber­lin (Link)

Don­ners­tag, 5. Juni 2014, 19 Uhr


In­ter­na­tio­na­les Zen­trum, Ko­blen­zer­stra­ße 17, Frank­furt / Gal­lus­vier­tel
(ÖPNV: Stra­ßen­bahn­li­nie 11+21, Hal­te­stel­le Speye­r­er­stra­ße oder S-​Bahn Hal­te­stel­le Gal­lus­war­te)

Zurückliegende Termine

Veranstaltung: Der Aufstand von Gezi am Dienstag, den 16. Juli 2013 mit Errol Babacan (Infobrief Türkei)

Die Lage in der Türkei bleibt angespannt: Am 28. Mai hatten AktivistInnen den Taksim Gezi Park besetzt, um den Bau einer von der Regierung geplanten Shopping Mall zu verhindern. Die Besetzung richtete sich also zunächst gegen ein urbanes Transformationsprojekt im Rahmen neoliberaler Stadtpolitik, mit der seit Jahren eine massive Enteignung städtischen Raums zugunsten privater Investoren einhergeht. Nach dem ersten gescheiterten Räumungsversuch kam es landesweit zu militanten Protesten, die sich zunehmend gegen den Autoritarismus der AKP und deren Eingriffe in die Lebensweise der Bevölkerung richteten. Bei den anschließenden Auseinandersetzungen mit der türkischen Polizei sind bereits mehrere Menschen ums Leben gekommen, viele Tausend wurden verletzt, Hunderte inhaftiert. Beim zweiten Versuch wurde der Gezi Park schließlich geräumt. Mit der Veranstaltung wollen wir die Hintergründe für den Aufstand und die Gründe für dessen brutale Niederschlagung genauer beleuchten, sowie die Bewegung nach ihren Perspektiven befragen. Wer sind die Aufständischen, was sind ihre politischen Forderungen und vor allen Dingen: wie geht es jetzt weiter?“

Ort: Frida 116 (Friedberger Landstraße 116, Frankfurt-Nordend)
Uhrzeit: 20:00 Uhr

Veranstaltung von: Siempre*Antifa, yxk-Frankfurt, Café 2Grad Frankfurt

Café 2Grad-Veranstaltungsreihe: Umkämpfte Energie (Mai – Juli 2013)

Die Frage der Energieversorgung ist in den letzten Jahren, nicht nur vor dem Hintergrund der nuklearen Katastrophe von Fukushima, wieder in den Mittelpunkt politischer Auseinandersetzungen geraten. Die vier großen Energiekonzerne (RWE, Vattenfall, E.on und EnBW) sind im Rahmen des „Atomausstiegs light“ und des forcierten Ausbaus regenerativer Energieträger unter Druck geraten, weil sie jahrzehntelang auf atomare und fossile Großkraftwerke gesetzt haben. Dabei ist umkämpft, ob und wie schnell der Umbau von fossilen Energieträgern hin zu regenerativen Energien von statten gehen soll und wer die Kosten trägt. In den letzten Monaten wurde das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (kurz EEG), welches maßgeblich zur Energiewende beigetragen hat, durch eine Strompreisdebatte wieder in Frage gestellt. Die Energiekonzerne und ihre Verbündeten in Politik, Wirtschaft und Industrie versuchen derzeit, über die Kostendebatte die Erzeuger erneuerbarer Energien gegen die Stromverbraucher_innen auszuspielen.

Wir wollen uns mit der Veranstaltungsreihe in die aktuelle Debatte um die Energiewende einmischen und den Entwicklungen im Energiesektor auf den Grund gehen. Zudem wollen wir die Frage nach dem emanzipatorischen Potential der Kämpfe im Energiebereich und den Auswegen aus der Klima- und Energiekrise diskutieren.

Einführung: Umkämpfte Energiewende
Donnerstag, 16. Mai 2013

Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird von Wirtschaftsverbänden und den großen Energiekonzernen offen kritisiert und bekämpft, obwohl ein breiter gesellschaftlicher Konsens für die Abschaltung der Atomkraftwerke und ein Problembewusstsein über die Kohleverstromung existiert. In Folge des Ausstiegsbeschlusses der Bundesregierung aus der Atomkraft und der verstärkten Förderung erneuerbarer Energien durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sind die vier großen Energieversorger EnbW, Vattenfall, RWE und E.on unter Druck geraten, da sie jahrelang einen Ausbau regenerativer Energien verhindert und blockiert haben. Hat das EEG, um das in den letzten Monaten auf der politischen Bühne gerungen wird, tatsächlich zum Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland beigetragen? Wenn ja, wie funktioniert des Gesetz, was bewirkt es, welches Potential und welche Grenzen hat es? Wer profitiert von der Energiewende? Diese Veranstaltung soll eine Einführung und einen Überblick über die aktuellen Auseinandersetzungen um den Ausbau der erneuerbaren Energien geben.
Referent: Wolfgang Pomrehn (Diplom-Geophysiker, freier Journalist)
Ort: Raumstation Rödelheim (Auf der Insel 14, Hinterhof; ÖPNV: S-Bahn Rödelheim)
Beginn: 19:00 Uhr

Ökologie für Alle statt schwindelerregende Miethöhen
Mittwoch, 12. Juni 2013

Steigende Energiekosten und Mieten, Niedriglöhne und Erwerbslosigkeit ziehen nicht selten die Sperrung des Stromanschlusses oder sogar den Verlust der Wohnung nach sich. Das zeigt: steigende Energiekosten betreffen nicht alle Menschen gleich. Die energieeffiziente Sanierung von Wohngebäuden ermöglicht eine Erhöhung der Mieten, die oftmals nicht durch die Energieeinsparungen ausgeglichen wird. Gleichzeitig werden in Frankfurt hochpreisige Wohnungen, Häuser und Büros als „energieeffizient“ angepriesen. Wir wollen fragen, ob die energetische Sanierung Gentrifizierungsprozesse verstärkt und „Klimaschutz“ versus Mieter_innen-Recht steht? Am Beispiel der energetischen Sanierung von Wohnungen der städtischen ABG Holding im Gallus wollen wir den Zusammenhang von Energie und sozialen Auseinandersetzungen klären und zur Positionsfindung zwischen den Polen „Klimaschutz“ und „MieterInnenschutz“ beitragen.
Referenten: Ulrich Schachtschneider (Energieberater, freier Sozialwissenschaftler mit Schwerpunkt soziale Energiepolitik / Ökologisches Grundeinkommen), Bernd Müller-Weathersby (wohnt im Gallus und kämpft gegen eine Mieterhöhung durch die ABG), Eyup Yilmaz, Ortsbeirat 1 „Die Linke“
Ort: Gallus Zentrum (Krifteler Strasse 55; ÖPNV: Straßenbahn 11: Schwalbacherstr. / Ordnungsamt; S-Bahn Galluswarte)
Beginn 19:00 Uhr

Energiegenossenschaften und Vergesellschaftung – Konzepte einer Aneignung der Energieversorgung von unten
Mittwoch, 3. Juli 2013

Die Energiewende wäre ohne die vielen regionalen Initiativen, die sich mit der Erzeugung alternativer Energien befassen, nicht denkbar. Energiegenossenschaften tragen seit Jahren zur Dezentralisierung der Energieversorgung mit angepassten regionalen Konzepten bei. Linke Energiepolitik fokussiert stärker auf Fragen des Eigentums und der Verfügung über die Energieressourcen. In Berlin bringt die Gruppe „Für eine linke Strömung“ die Forderung nach einer Vergesellschaftung der Energieversorgung in den Kampf um die Rekommunalisierung des Stromnetzes und die Gründung eines Stadtwerkes ein. Wir wollen diskutieren, welche Konzepte es zu einer Energiewende von unten gibt und welche Rolle die Genossenschaften bei der Energiewende spielen. Außerdem interessiert uns, inwieweit Genossenschaften bzw. die Forderung nach einer Vergesellschaftung eine Brücke in eine ganz andere Gesellschaft schlagen können.
Referenten: Manfred Maruda (freier Journalist), N.N. Für eine linke Strömung (FelS) Berlin
Ort: Klapperfeld (Klapperfeldstraße 5; ÖPNV: S + U-Bahn Konstablerwache)
Beginn: 19:00 Uhr

Eine Veranstaltungsreihe des Café 2Grad und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

Dienstag, 24. Juli 2012, 19:30 Uhr:

Offener Austausch: Protest gegen Flughafenausbau und Fluglärm – wo sind „Wir“?

Ort: Café Exzess, Leipziger Straße 91, Frankfurt-Bockenheim

Oktober 2011

Freitag, 14. Oktober 2011, 18 Uhr: „Staudamm oder Leben! Indien: Der Widerstand an der Narmada“. Lesung mit der Autorin Ulrike Bürger
Ort: DFG-VK Frankfurt, Mühlgase 13, Frankfurt

Dezember 2011

Donnerstag, 1. Dezember, 20:00 Uhr: Veranstaltung mit Markus Wissen. Ort und weitere Infos folgen hier.

Gemeinsame Auswertung der vergangenen Veranstaltungen und Diskussion möglicher Schwerpunkte im 2. Halbjahr 2011 – Dienstag, 14. Juni 2011, 19:30 Uhr, Ort: Infoladen im Café Exzess, Leipziger Straße 91, Frankfurt-Bockenheim

Dienstag, 15. März 2011 – 20:00 Uhr
Hagen Kopp, kein mensch ist illegal/Hanau wird über die Protestkarawane von Bamako nach Dakar berichten.

April-Mai: kleine Reihe zum Thema „Klima & Arbeit“

Dienstag, 12. April 2011 – 19:30 Uhr – Film: Der Kleiderhaken – Die Schattenseiten des Freihandels in der globalen Bekleidungsindustrie
Die Dokumentation zeigt die Globalisierung der Bekleidungsindustrie und die damit verbundenen Konsequenzen für die (ehemaligen) ArbeiterInnen und ihre Familien, die Umwelt und die regionalen Wirtschaftskreisläufe in den sog. Entwicklungsländern.

Dienstag, 3. Mai 2011 – 19:30 Uhr – Vortrag über Arbeitsbedingungen und Gewerkschaftsarbeit in der Branche „Neue Energien“
Ein Gewerkschaftssekretär aus der Windenergiebranche wird über die Arbeitsbedingungen und seine Tätigkeit berichten.

Programm bis Januar 2011

Dienstag, 23. November 2010 – Film + Vortrag: Uranium – is it a country?

Atomkraftwerke brauchen einen Rohstoff, um Strom zu erzeugen: Uran. Was passiert beim Uranabbau? Welche Risiken bestehen für Mensch und Umwelt? Der Film der Initiative „Strahlendes Klima“ führt in das rote Herz Australiens, wo die größten Uranreserven der Welt lagern und zeigt, warum Atomstrom nicht geeignet ist, den Klimawandel zu stoppen. Anschließend Vortrag und Diskussion mit Dieter Kaufmann vom AK gegen Atomanlagen Frankfurt. Weitere Infos zum Film bekommt ihr hier: www.strahlendesklima.de

Dienstag, 7. Dezember 2010 – Film: Bahn unterm Hammer

Die Dokumentation „Bahn unterm Hammer“ beschäftigt sich mit den möglichen Folgen der geplanten (und derzeit aufgeschobenen) Privatisierung der Deutschen Bahn AG. Um profitabel zu sein, sind der Bahn fast alle Mittel recht: Streckenstilllegungen, Servicevermeidung, Rückzug aus dem Güterverkehr, Verschleuderung des Vermögens. Der Film soll vor dem Hintergrund der für Dezember geplanten Preiserhöhungen des RMV auch Grundlage für eine allgemeine Diskussion über den öffentlichen Personen(nah)verkehr bieten. Weitere Infos zum Film hier: www.bahn-unterm-hammer.de

Dienstag, 11. Januar 2011 – Diskussion der Ergebnisse des Klimagipfels in Mexiko

Die nächste UNO-Klimakonferenz wird vom 29. November bis 10. Dezember in Cancun (Mexiko) stattfinden. Alles deutet darauf hin, dass – wie schon in Kopenhagen – nichts herauskommen wird. Umso wichtiger ist es, dass die sozialen und ökologischen Bewegungen weiter am Ball bleiben.

Das Café 2Grad findet im Infoladen des Café Exzess statt: Leipziger Straße 91 – 60487 Frankfurt

Ab Dezember 2010 immer jeden 2. Dienstag des Monats. Die Veranstaltungen beginnen um 19:30 Uhr