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Veranstaltungsreihe »Für eine ökologische Stadt für alle!« – Veranstaltung von Café 2Grad zur Green City

ACHTUNG: NEUER VERANSTALTUNGSORT! Die Veranstaltung findet aufgrund der Regenvorhersage im Studierendenhaus (Mertonstraße 26-28) im großen Festsaal statt. Es gibt ein Hygienekonzept für das Studierendenhaus, welches hier eingesehen werden kann.

Das Café 2Grad ist mit einer Diskussionsveranstaltung zum Thema »Die Green City. Widersprüche einer ökologischen Stadt« mit Ökologisch Radikal Links bei der Veranstaltungsreihe zu Gast. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 29. September 2020, um 19 Uhr statt.

Für eine ökologische Stadt für alle! Stadtentwicklung und urbane Kämpfe in Frankfurt und darüber hinaus!

Was haben die Mieten und die Temperaturen in Frankfurt gemein? Beide klettern rasant. Doch statt die Wohnungs- und die Klimakrise gleichermaßen als Ergebnis einer kapitalistischen Profitlogik zu begreifen, spielt die herrschende (Stadt-)Politik beide Themen regelmäßig gegeneinander aus: Entweder Wohnraum oder Grünflächen, entweder sozial oder ökologisch – aus diesem vermeintlichen Widerspruch gibt es scheinbar kein Entkommen.

Wie schief dieses Bild ist, lässt sich in Frankfurt aktuell nirgendwo besser erkennen als am Kampf um die Grüne Lunge nördlich des Günthersburgparks. Die wilden Gärten – vielgenutzte Oase inmitten des städtischen Trubels, Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten sowie wichtige Frischluftschneise für die gesamte Stadt – soll zubetoniert werden. An ihrer Stelle möchte der börsennotierte Projektentwickler Instone Real Estate mit Unterstützung der Stadt und ihrer Wohnungsbaugesellschaft ABG in den so genannten »Günthersburghöfen« 1.500 zumeist hochpreisige Wohnungen errichten. Ökologisch verheerend, würde das Projekt auch nichts zur Lösung der Wohnungsfrage beitragen – sondern lediglich Investoren private Profite sichern und den Mietenwahnsinn weiter verschärfen.

Woher kommt dieser Renditedruck, wie funktioniert der finanzmarktgetriebene Immobilienmarkt? In welchem Verhältnis stehen soziale und ökologische Frage in der Stadt, ist eine »Green City« im Kapitalismus möglich? Welche Alternativen zur herrschenden Stadtpolitik und -planung gibt es? Und welche Aussichten haben Kämpfe im urbanen Raum, die sich für eine ganz andere, solidarische und klimagerechte Perspektive, für eine ökologische Stadt für alle einsetzen? Diesen und vielen weiteren Fragen wollen wir uns im Rahmen einer Veranstaltungsreihe aus einer kapitalismuskritischen und ökologischen Perspektive annähern – kommt vorbei und diskutiert mit!

Weitere Veranstaltungen in der Reihe:

Dienstag, 15. September 2020, 18 Uhr: Workshop »Stadtplanung von unten! Wie kann eine reale Utopie für die Grüne Lunge entstehen?« mit der Kampagne »Eine Stadt für alle! Wem gehört die ABG?«

Dienstag, 22. September 2020, 19 Uhr: Filmvorführung »Parko«, anschließend Barabend »No Beer on a Dead Planet«

Dienstag, 29. September 2020, 19 Uhr: Diskussionsveranstaltung »Die Green City. Widersprüche einer ökologischen Stadt« mit Ökologisch Radikal Links und Café 2Grad

Freitag, 2. Oktober 2020, 18 Uhr: Diskussionsveranstaltung »Trouble in the City – Perspektiven städtischer Kämpfe zwischen Metropolenstreik und Munizipalismus« mit Norma Tiedemann, Daniel Mullis und Felix Wiegand

Sonntag, 4. Oktober 2020, 15 Uhr: Führung durch die Grüne Lunge mit Fridays for Future Frankfurt und Alexis Passadakis

Infoveranstaltung zum Dannenröder Wald am 3. September 2020

Dannenröder Wald bleibt! Für eine soziale und ökologische Mobilität! Am Donnerstag dem 03.09 kommen Aktivist*innen aus dem Dannenröder Wald in die Au (In der Au 14 – 16, Frankfurt am Main/Rödelheim)und werden uns über die aktuelle Situation im Wald informieren. Die Besetzung im Dannenröder Wald richtet sich gegen den Ausbau der A49, der die Abholzung des Waldes bedeuten würde. Die Räumung des Waldes und der Baumhäuser steht kurz bevor und der Widerstand dagegen wächst.

Datum: Donnerstag, 03.09.2020
Ort: Au (In der Au 14 – 16, Frankfurt am Main/Rödelheim)

Die Veranstaltung wird organisiert von Café2 Grad und Ökologisch-Radikal-Links!

Buchvorstellung am 16.10.2019: Klimakämpfe – »Wir sind die fucking Zukunft« mit Hanna Poddig

Veranstaltung im Rahmen der Gegenbuchmasse 2019: Klimakämpfe – »Wir sind die fucking Zukunft« – Buchvorstellung mit Hanna Poddig

Was unterscheidet die Besetzer*innen im ›Hambacher Forst‹ von den Aktivist*innen von ›Ende Gelände‹? Was hat es mit ›Zucker im Tank‹ auf sich? Wo sind die ›Fridays-for-Future‹-Proteste zu verorten und welche Rolle spielen die ›Klimacamps‹? Hanna Poddig, die sich selbst als mit dem System unversöhnliche Anarchistin bezeichnet, führt ein in die unterschiedlichen Themenfelder der Klimabewegung. Nach einem kurzen historischen Rückblick etwa auf die Startbahnbewegung, widmet sie sich der genaueren Analyse aktueller Themen, Aktionsformen und Strategien des Widerstands.

Wann: Mittwoch, 16.10.2019 – 20:00 Uhr
Wo: Faites votre jeu! / Klapperfeld, Klapperfeldstraße 5, Frankfurt

Veranstaltet von Café 2Grad, Unrast Verlag, Gegenbuchmasse und Klapperfeld

Alle zum Global Strike am 20.9.2019

Initiative ‚Stadt-für-Alle‘ ruft zur Beteiligung am ‚Global Strike‘ auf -
gemeinsam am 20.9. mit Friday for Future und den Aktiven von ‚Mietenwahnsinn Hessen‘

Die „Klimakatastrophe“ weltweit und „Wohnungsprobleme“ vor Ort – das scheinen die zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu sein. Da scheinen sich wirklich alle einig zu sein. Und doch werden die ökologische und die soziale Frage permanent gegeneinander ausgespielt: Hier „bauen, bauen, bauen“, so die Immobilieninvestoren und diensteifrige Kommunalpolitiker*innen von Schwarzrotgrün unisono – dort schmelzende Gletscher, tropische Hitzesommer in deutschen Landen und brennende Wälder (nicht nur in Brasilien): Wie schrecklich, dagegen muss man doch was unternehmen! Und so werden die protestierenden Schüler*innen von Fridays for Future von der schwarzrotgrünen Superkoalition umarmt, bis sie keine Luft mehr bekommen. Ja, ihr besorgten Schüler*innen, ihr habt ja so Recht. Nur ändern tut sich wenig bis nichts, was immer auch das „Klimakabinett“ beschließen mag. Weiterhin wird CO2 in die Luft gejagt, die Flächenversiegelung v.a. im Umfeld von Boomtowns wie Frankfurt für die Anlage von Betongold erreicht neue Rekordwerte.

Ein Lehrstück im alltäglichen Gegenprogramm zu einer sozial-ökologischen Politik in Frankfurt bietet das Projekt „Ernst-May-Quartier“, ein neues Leuchtturmprojekt unsozialer UND unökologischer Stadtentwicklung: Die Planungen des hochpreisigen Wohnprojekts „GünthersburgHÖFE“, vormals weniger romantisch „Innovationsquartier“, sollen in trockene Tücher kommen. Für die Realisierung dieses Bauvorhabens sollen die Gärten und Grünflächen der „Grüne Lunge“ platt gemacht werden. Angesichts dramatischer Wohnungsnot in Frankfurt (und reichlich Kapital, das nach Verwertung sucht) könne man sich den „Luxus“ von innenstadtnahem Grün nun wirklich nicht mehr leisten. Konsequenz: Statt auf bereits versiegelten Flächen geförderten Wohnraum zu errichten, sollen für private Profite die Frischluftzufuhr für Bornheim und das Nordend gekappt und die einzigartige urbane Wildnis der Grünen Lunge zerstört werden.

Der Hauptinvestor dieses Zerstörungswerks nennt sich Instone, früher Formart, Tochter des Baukonzerns Hochtief, ein börsennotiertes Unternehmen für Anlagen in Betongold. Er ist mit Unterstützung der Stadt an mehreren hochpreisigen Bauvorhaben (z.B. „Marie“, „Schön-Hof“ – ehem. Siemensgelände zwischen Bockenheim und Rödelheim) beteiligt. Um die Spaltung zwischen den Interessen an einer bezahlbaren Wohnung und ökologischen Bedürfnissen der Menschen an Natur (und guter Luft) in der Stadt auf die Spitze zu treiben, sollen als Häppchen auch paar geförderte Wohnungen und Möglichkeiten für „gemeinschaftliches Wohnen“ ins Angebot. Die Gegner*innen der Bebauungen werden als „egoistische Kleingärtner“ diffamiert.
Dreist auch die Namensgebung, denn die teuren „Günthersburg HÖFE“ sind nur der erste Bauabschnitt für ein neues Stadtviertel, das sich demnächst einmal „Ernst-May-Quartier“ nennen soll – und so gar nichts mit den Siedlungen des „Neuen Frankfurts“ aus der Ära des sozialreformerischen Stadtplaners Ernst May gemein hat. Dieser hatte sich schon in den 1920er Jahren explizit eine „Auflockerung des Stadtganzen durch Hereinziehung breiter Grünflächen ins Stadtinnere“ zum Ziel gesetzt.

Aber gegen die geplante Planierung der „Grünen Lunge“, die Errichtung weiterer Luxusquartiere und nicht zuletzt gegen die „Enteignung“ von Ernst May durch die Betongold-Investoren regt sich zunehmend Widerstand. Diesen Widerstand werden Mieter*innen- und stadtpolitische Initiativen am „Global Strike“ von Fridays for Future auf die Straße tragen.

Dem flächenpolitischen Irrsinn der Immobilienlobby und der Stadtplanung entgegentreten! Stadt für Alle statt Luxus für Wenige! Für eine sozialökologische Stadtentwicklung – in Frankfurt und überall! Und auch für ‚Friday for Future‘ gilt mit Ernst May die einfache Wahrheit: „Nie in der Welt ist Neues ohne Kampf entstanden!“

Treffpunkte am 20.9.2019:

Demozug von ‚Zukunft Bockenheim‘ – Beginn: 11 Uhr am Hülya-Platz
Treffpunkt der Aktiven von „Mietenwahnsinn Hessen“ am 20.9. um 12 Uhr an der Kreuzung Bockenheimer Landstr./Alte Oper

Vormerken: Kritischer Stadtrundgang Frankfurt und die Green City – nachhaltiges Wohnen für alle?

Am Samstag, den 27. April 2019, laden wir euch im Rahmen der Perspektivwechsel-Reihe des Entwicklungspolitischen Netzwerks Hessen zu einen Stadtrundgang zum Thema Green City ein!

Städte sind wesentlich für die menschengemachte Erderwärmung verantwortlich. Die Stadt Frankfurt wähnt sich hingegen bereits auf dem Weg zur „Green City“ und will alles schaffen: neuen Wohnraum für eine wachsende Stadtbevölkerung, die Reduzierung des CO2-Ausstosses im Gebäudebereich und die Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien. Am Beispiel des Westhafens und des angrenzenden Gutleutviertels wollen wir auf unserem Spaziergang diskutieren, ob sich hinter dem Anspruch mehr als nur Rhetorik verbirgt und was der Begriff der „Grünen Stadt“ bedeuten soll. Im Zentrum wird die Frage stehen, ob die Klimaschutzbemühungen der Stadt sowohl ökologisch als auch sozial sinnvoll und vertretbar sind und welche Leerstellen die Erzählung der Grünen Stadt hat.

Wann: Samstag, 27. April 2019 um 11 Uhr

Stationen und Route:
Westhafen Frankfurt (Stadtentwicklungsprogramme), Schleusenstraße (Aktivhaus der ABG), Heizkraftwerk West der Mainova, Schönstraße

Treffpunkt: Westhafen Tower, Westhafenplatz 1, Frankfurt am Main

Dauer des Rundgangs: 2 – 2,5 Stunden

Wir bitten um Anmeldung: stadtrundgang@epn-hessen.de
max. Teilnehmer*innenzahl: 25 Personen

Aufruf: Gegen den Flächenfraß – Logistikgebiet stoppen: 2.3. Demo in Bensheim!

Auf etwa 80 ha (etwa 115 Fußballfelder) bestem Ackerland möchte die Dietz AG aus Bensheim in Neu-Eichenberg (20 km südlich von Göttingen) eines der größten Logistikgebiete Deutschlands bauen. Wir fahren gemeinsam zum potenziellen Investor und zeigen ihm, dass es mit uns keine weitere Flächenversiegelung geben wird! Wir müssen diesen Boden in Zeiten des Klimawandels für die Nahrungmittelerzeugung erhalten.

2.3.2019 – 12:00 UHR Bensheim Bahnhof

Gemeinsame Zuganreise:

09:30 Uhr – Marburg
09:45 Uhr – Gießen
10:30 UHR – Frankfurt Hbf
11:30 Uhr – Darmstadt Hbf

Weitere Infos:

www.beton-kann-man-nicht-essen.de
Twitter: twitter.com/derAckerbleibt

Demo & Kundgebung: Grüne Lunge bleibt! Stadt für alle statt Luxuswohnungen!

Klima schützen statt Autos und Beton! Instone stoppen!

Zeit: 12H, 9. FEB. (Sa.)

Ort: vom Fünffingerplätzchen (Frankfurt-Bornheim, nahe U-Bahnhof Bornheim-Mitte) zur Grünen Lunge (nördl. des Günthersburgparks)

Während das globale Klimachaos und das globale Artensterben sich mit rasender Geschwindigkeit verschärfen, wird in Stadtentwicklung des 20. Jh. betrieben: Autoparkplätze, Beton Gasheizung, ggf. Kohlestrom und fertig. Auf diese Weise sollen auf dem Gartengebiet der Grünen Lunge im Frankfurter Nordend mit seiner besonders großen Artenvielfalt und mehreren tausend Bäumen die Günthersburghöfe entstehen.

Der Hauptinvestor ist die Instone Real Estate AG. Ihr Geschäftsmodell lautet: maximalen Profit mit Luxuswohnungen statt bezahlbarem Wohnraum für eine Stadt für alle. Die Mietenexplosion in Frankfurt wird damit weiter angeheizt.

Es ist höchste Zeit: Trotz Protesten möchte der Magistrat aus CDU, SPD und Grünen im ersten Halbjahr das so durchboxen. Dann sollen bald die Kettensägen kommen, die Stellplätze für ca. 1300 Autos gebaut und die Luxusappartments von bis zu 2,5 Mio. Euro an Reiche und Investoren vermarktet werden. Bäume und zahlreiche Tierarten weg, Frischluftschneise für kühlende Nord-Ost-Winde zugebaut, mehr Autoverkehr und CO2, mehr Preistreiberei durch Luxusneubaumieten und schlaflose Nächte für viele Frankfurter angesichts der immer weiter steigenden Mieten. Aber: Fette Rendite für die Investoren! Die Aufgabe von Instone ist – wie der Name andeutet – (globales) Finanzkapital, welches sich auf der Jagd nach lukrativen Anlagemöglichkeiten befindet, in eine materielle renditeträchtige Form zu gießen: In Betongold, wie Luxusimmobilien auch genannt werden. Wem gehört die Instone AG? Global agierende Megafonds und Banken: Fidelity, Goldmann Sachs, Capital Group, DWS, Amundi etc. etc.

Neben der Instone AG sollen auch andere dort bauen, aber ca. 45% der 16 Hektar großen Fläche mit etwa 250 Gärten hat sich Instone gesichert. Unter den ca. 1300 Wohnungen sollen auch etwa 30% öffentlich geförderte Wohnungen gebaut und einige Flächen für gemeinschaftliches Wohnen reserviert werden. Diese könnten allerdings auf dem bereits versiegelten Teil des Geländes entstehen, ohne die hohe Biodiversität zu vernichten.

Die Grüne Lunge soll im Zuge eines groß angelegten Städtebauprojekts, dem Ernst-May-Quartier, zubetoniert werden. Ernst May gehörte in den 20er Jahren einer Reformbewegung von Architekten an und schrieb 1928 über das „Neue Frankfurt“: „Die Architekten des Neuen Bauens eint über alle Grenzen der Länder hinaus ein warm empfundenes Herz für alle Menschen in Not, sie sind ohne soziales Empfinden undenkbar, ja man kann geradezu sagen, daß diese Schar die sozialen Momente bewußt in den Vordergrund des Neuen Bauens stellt.“

Und heute im Jahr 2019? KANN STÄDTEBAU HEUTE IM 21. JH. BETRIEBEN WERDEN, OHNE angesichts der umfassenden Biosphärenkrise (Klimaerwärmung, Insektenpopulations-Kollaps…) EINE ÖKOLOGISCHE NOTBREMSE ZU ZIEHEN und das UN-Klimaabkommen von Paris oder den Bericht des Weltklimarats vom Oktober 2018, welcher einen Zivilisationszusammenbruch andeutet, zu berücksichtigen? Der Stadtplanungsdezernent Mike Josef (SPD), Liegenschaftsdezernent Jan Schneider (CDU) und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) wollen profitgetriebenen Stahlbeton-Städtebau des 20 Jhr. im Interesse transnationaler Kapitalanleger durchsetzen. Notwendig aber wäre eine ökologische und soziale Neuerfindung der Stadtentwicklung für ein „Neues neues Frankfurt“ , das eine Stadt für alle mit bezahlbaren Mieten ist.

BÄUME STADT BETON! STADT FÜR ALLE STATT LUXUSWOHNUNGEN! STADT FÜR MENSCHEN STATT FÜR AUTOS!
GRÜNE LUNGE BLEIBT! HAMBI IST ÜBERALL! No Instone!

KOMMT ALLE!

https://climatejusticeffmrheinmain.blackblogs.org

Demonstration am Samstag, den 8.12.2018: Frankfurt raus aus der Kohle!

Kohlekraftwerk West? Abschalten! Klima schützen! Für saubere Luft in Frankfurt!

Kohle macht krank und zerstört das Klima. Trotzdem: Mitten in der Innenstadt verbrennt das öffentliche Unternehmen Mainova ca. 94 Tonnen Kohle im Kohlekraftwerk West – Tag für Tag, Jahr für Jahr.

Kohle verbrennen: Das bedeutet Quecksilber in unserer Atemluft. Und immer schneller rasen wir auf eine Heißzeit zu. Bereits jetzt ist das Klimachaos grausamer Alltag für viele Menschen – insbesondere in den Ländern des Südens dieses Planeten. Aber auch hier erlebten wir einen Hitzesommer, der inzwischen zu einem Dürre-Herbst und -Winter geworden ist.
Wir haben einen planetarischen Notfall!

Die Koalition im Frankfurter Römer plant erst 2030 die Kohleverbrennung zu beenden, um dann ggf. u. a. auf fossiles Gas umzusteigen. Viel zu spät! Die Klimaerwärmung auf unter 1,5 Grad (siehe UN-Klimavertrag) zu begrenzen ist so nicht möglich. Jedoch ist genau das notwendig, um Leben zu retten!

Wir wollen einen raschen Kohleausstieg und 100 % erneuerbare Energien!

Wir wollen Klimagerechtigkeit! Mainova muss raus aus fossilen Energieträgern. Mainova hätte längst auf klimafreundlichere Energie umschalten können; Mainova muss in ein von den Bürger*innen kontrolliertes Stadtwerk umgebaut werden; Menschen, die ihre Stromrechnung nicht bezahlen können, dürfen nicht mehr von der Stromversorgung abgeklemmt werden. Hier und überall auf der Welt haben Menschen mit wenig Geld am wenigsten zur Klimakatastrophe beigetragen, sind aber von den Folgen stärker betroffen, weil sie eher in Risikogebieten leben müssen.

Während die UN-Klimakonferenz in Polen tagt und die Kohle-Kommission der Bundesregierung sich vertagt, fordern wir gemeinsam mit vielen anderen: Kohle stoppen!

Lasst uns gemeinsam am Samstag von der Hauptwache aus auf den Klimakiller losgehen. Zeitgleich mit tausenden anderen, die zeitgleich anlässlich der UN-Klimakonferenz in Polen in vielen Ländern auf die Straße gehen werden!
Kohle stoppen! – wenn nicht jetzt, wann dann?

Wann: Samstag, 8.12.2018 – 14:00 Uhr
Wo: Goetheplatz Frankfurt

Kohlekraftwerk abschalten Demo Ffm 8.12 from Climate Justice FFM / Rhein-Main on Vimeo.