Archiv für Februar 2019

Aufruf: Gegen den Flächenfraß – Logistikgebiet stoppen: 2.3. Demo in Bensheim!

Auf etwa 80 ha (etwa 115 Fußballfelder) bestem Ackerland möchte die Dietz AG aus Bensheim in Neu-Eichenberg (20 km südlich von Göttingen) eines der größten Logistikgebiete Deutschlands bauen. Wir fahren gemeinsam zum potenziellen Investor und zeigen ihm, dass es mit uns keine weitere Flächenversiegelung geben wird! Wir müssen diesen Boden in Zeiten des Klimawandels für die Nahrungmittelerzeugung erhalten.

2.3.2019 – 12:00 UHR Bensheim Bahnhof

Gemeinsame Zuganreise:

09:30 Uhr – Marburg
09:45 Uhr – Gießen
10:30 UHR – Frankfurt Hbf
11:30 Uhr – Darmstadt Hbf

Weitere Infos:

www.beton-kann-man-nicht-essen.de
Twitter: twitter.com/derAckerbleibt

Demo & Kundgebung: Grüne Lunge bleibt! Stadt für alle statt Luxuswohnungen!

Klima schützen statt Autos und Beton! Instone stoppen!

Zeit: 12H, 9. FEB. (Sa.)

Ort: vom Fünffingerplätzchen (Frankfurt-Bornheim, nahe U-Bahnhof Bornheim-Mitte) zur Grünen Lunge (nördl. des Günthersburgparks)

Während das globale Klimachaos und das globale Artensterben sich mit rasender Geschwindigkeit verschärfen, wird in Stadtentwicklung des 20. Jh. betrieben: Autoparkplätze, Beton Gasheizung, ggf. Kohlestrom und fertig. Auf diese Weise sollen auf dem Gartengebiet der Grünen Lunge im Frankfurter Nordend mit seiner besonders großen Artenvielfalt und mehreren tausend Bäumen die Günthersburghöfe entstehen.

Der Hauptinvestor ist die Instone Real Estate AG. Ihr Geschäftsmodell lautet: maximalen Profit mit Luxuswohnungen statt bezahlbarem Wohnraum für eine Stadt für alle. Die Mietenexplosion in Frankfurt wird damit weiter angeheizt.

Es ist höchste Zeit: Trotz Protesten möchte der Magistrat aus CDU, SPD und Grünen im ersten Halbjahr das so durchboxen. Dann sollen bald die Kettensägen kommen, die Stellplätze für ca. 1300 Autos gebaut und die Luxusappartments von bis zu 2,5 Mio. Euro an Reiche und Investoren vermarktet werden. Bäume und zahlreiche Tierarten weg, Frischluftschneise für kühlende Nord-Ost-Winde zugebaut, mehr Autoverkehr und CO2, mehr Preistreiberei durch Luxusneubaumieten und schlaflose Nächte für viele Frankfurter angesichts der immer weiter steigenden Mieten. Aber: Fette Rendite für die Investoren! Die Aufgabe von Instone ist – wie der Name andeutet – (globales) Finanzkapital, welches sich auf der Jagd nach lukrativen Anlagemöglichkeiten befindet, in eine materielle renditeträchtige Form zu gießen: In Betongold, wie Luxusimmobilien auch genannt werden. Wem gehört die Instone AG? Global agierende Megafonds und Banken: Fidelity, Goldmann Sachs, Capital Group, DWS, Amundi etc. etc.

Neben der Instone AG sollen auch andere dort bauen, aber ca. 45% der 16 Hektar großen Fläche mit etwa 250 Gärten hat sich Instone gesichert. Unter den ca. 1300 Wohnungen sollen auch etwa 30% öffentlich geförderte Wohnungen gebaut und einige Flächen für gemeinschaftliches Wohnen reserviert werden. Diese könnten allerdings auf dem bereits versiegelten Teil des Geländes entstehen, ohne die hohe Biodiversität zu vernichten.

Die Grüne Lunge soll im Zuge eines groß angelegten Städtebauprojekts, dem Ernst-May-Quartier, zubetoniert werden. Ernst May gehörte in den 20er Jahren einer Reformbewegung von Architekten an und schrieb 1928 über das „Neue Frankfurt“: „Die Architekten des Neuen Bauens eint über alle Grenzen der Länder hinaus ein warm empfundenes Herz für alle Menschen in Not, sie sind ohne soziales Empfinden undenkbar, ja man kann geradezu sagen, daß diese Schar die sozialen Momente bewußt in den Vordergrund des Neuen Bauens stellt.“

Und heute im Jahr 2019? KANN STÄDTEBAU HEUTE IM 21. JH. BETRIEBEN WERDEN, OHNE angesichts der umfassenden Biosphärenkrise (Klimaerwärmung, Insektenpopulations-Kollaps…) EINE ÖKOLOGISCHE NOTBREMSE ZU ZIEHEN und das UN-Klimaabkommen von Paris oder den Bericht des Weltklimarats vom Oktober 2018, welcher einen Zivilisationszusammenbruch andeutet, zu berücksichtigen? Der Stadtplanungsdezernent Mike Josef (SPD), Liegenschaftsdezernent Jan Schneider (CDU) und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) wollen profitgetriebenen Stahlbeton-Städtebau des 20 Jhr. im Interesse transnationaler Kapitalanleger durchsetzen. Notwendig aber wäre eine ökologische und soziale Neuerfindung der Stadtentwicklung für ein „Neues neues Frankfurt“ , das eine Stadt für alle mit bezahlbaren Mieten ist.

BÄUME STADT BETON! STADT FÜR ALLE STATT LUXUSWOHNUNGEN! STADT FÜR MENSCHEN STATT FÜR AUTOS!
GRÜNE LUNGE BLEIBT! HAMBI IST ÜBERALL! No Instone!

KOMMT ALLE!

https://climatejusticeffmrheinmain.blackblogs.org