Fällt aus! 8.2.2017 – Veranstaltung: Das Hegemonieprojekt der ökologischen Modernisierung

Leider ist die Veranstaltung ausgefallen. Wir wollen sie im zweiten Halbjahr 2017 nachholen!

Veranstaltung mit Timmo Krüger • Teil 2 der Veranstaltungsreihe „Das Recht auf Stadt und die gesellschaftlichen Naturverhältnisse“

Das Versprechen der ökologischen Modernisierung besagt, dass die ökologischen Probleme gelöst werden und gleichzeitig die etablierten gesellschaftlichen Strukturen in ihrem Kern erhalten bleiben können. Die Befürworter_innen der ökologischen Modernisierung postulieren, dass Ökonomie und Ökologie, Wirtschaftswachstum und Umweltschutz nicht im Widerspruch zueinander stehen müssen.
In den Auseinandersetzungen um die Lösung der ökologischen Krise nimmt der ökomoderne Diskurs eine dominante Stellung ein. Unter den Schlagworten Green Economy und nachhaltige Entwicklung werden ökomoderne Lösungsvorschläge – wie beispielsweise der Emissionshandel – von einer breiten Koalition durchgesetzt.

Die sozialen Bewegungen der 1970er Jahre begriffen die ökologischen Probleme noch nicht isoliert als Umweltprobleme, sondern als systembedingt und verknüpften ihre Kritik mit einer prinzipiellen Gesellschaftskritik. Im ökomodernen Diskurs, der sich seit Anfang der 1980er Jahre etablierte, werden ökologische Probleme dagegen isoliert betrachtet, Lösungsansätze zielen vorwiegend auf technologische Innovationen. Ausgeschlossen bleibt jede grundsätzliche Kritik an der Naturbeherrschung. Bestrebungen nach einer umfassenden Transformation gesellschaftlicher Strukturen werden marginalisiert. Auch in Frankfurt prägt der ökomoderne Diskurs die Debatte um die Verantwortung für den Klimawandel und die Auswirkungen auf die Stadt. Stichworte sind hier „Green City“, „Aktiv- und Passivhaus“ etc.

Timmo Krüger wird die Entwicklung des ökomodernen Diskurses nachzeichnen und seine Hauptthesen erläutern. In der Veranstaltung wollen wir darüber diskutieren, welche Vorstellungen bezüglich der Lösung der ökologischen Krise von welchen Akteur_innen wie verhandelt werden und auf was für eine zukünftige Gesellschaftsordnung sie zielen. Außerdem wollen wir versuchen, antagonistische Positionen zum ökomodernen Diskurs zu entwickeln.

Wann: Mittwoch, 8. Februar 2017, 19:00 Uhr
Wo: KOZ • Mertonstrasse 26-28 • 60325 Frankfurt am Main|Bockenheim

ÖPNV: “Bockenheimer Warte”, erreichbar mit: U4, U6, U7 • Bus 32,36,50,75 • Tram 16 • Nachtbus N1, N11.

Veranstaltet vom Referat für Verkehr und Ökologie | AStA Uni FFM & Café 2Grad