Archiv für Oktober 2012

Solidarität mit den Beschäftigten des Windkraftanlagenbauers RePower!

Im Mai letzten Jahres hatten wir einen Gewerkschaftssekretär zu Besuch, der uns über die Arbeitsbedingungen in der Branche der Erneuerbaren Energien, konkret den Windkraftanlagenherstellern, berichtete. Inzwischen gibt es zwar bei fast allen Herstellern von Windenergieanlagen Betriebsräte, aber nur wenige Tarifverträge und keinen flächendeckenden Tarifvertrag. Die Sicherheitsstandards sind oft mangelhaft und die Monteure im Offshore-Bereich sind hohen Unfallgefahren durch Wellengang und Stürme ausgesetzt. In der Fertigung von Rotorblättern müssen die Beschäftigten mit vielen hochgiftigen Stoffen wie Lacken und Kunstharzen hantieren – hier wurde in den letzten Jahren oft die Gesundheit der Beschäftigten auf’s Spiel gesetzt (vgl. auch den Artikel auf der Homepage der IG Metall zu Epoxydharzen bei der Produktion von Rotorblättern hier).

Am 2. Oktober 2012 haben die Beschäftigten des Windkraftanlagenbauers RePower bei Bremerhafen die Arbeit niedergelegt und an einem Warnstreik teilgenommen. Sie fordern, dass RePower die Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie übernimmt. Zum Teil haben die Konzerne einen Anteil von über 50% Leiharbeitern deshalb sind Streiks nicht einfach. Die Erneuerbaren-Konzerne versuchen oft Werkverträge auszuhandeln und einer Organisierung der Beschäftigten Steine in den Weg zu legen.

Für uns Gruppen, die sich ja in der Regel für einen Ausbau der Erneuerbaren Energien stark machen, sollte dies Anlass sein, sich mit den Beschäftigten solidarisch zu erklären und nicht die Augen vor z.T. gewerkschaftsfeindlichen Zuständen in der Branche zu verschließen.