Archiv für Oktober 2011

01.12.2011 – Veranstaltung: Gesellschaftliche Naturverhältnisse in der Krise

Die aktuelle Krise hat viele Erscheinungsformen. Neben der (sich erneut zuspitzenden) Krise der Ökonomie und der Staatshaushalte haben wir es
mit steigenden Nahrungsmittelpreisen, sich verschärfenden Ressourcenkonflikten, zunehmend politisierten ökologischen Krisenphänomenen (allen voran: der Klimawandel) sowie einer „Krise der staatlichen Krisenbearbeitung“ zu tun. Letztere äußert sich darin, dass sich die vielfältigen Krisenerscheinungen nicht mehr mit dem gewohnten neoliberalen Instrumentarium bearbeiten lassen, dass dieses Instrumentarium vielmehr selbst Krisen verschärfend wirkt. Die Krise ist also eine „multiple Krise“. Was aus ihr hervorgeht, kann nur angemessen begriffen werden, wenn die verschiedenen Phänomene in ihrem Zusammenhang betrachtet werden.

In der Veranstaltung wird zunächst in Anlehnung an das Konzept der gesellschaftlichen Naturverhältnisse und die politische Ökologie ein konzeptioneller Zugang zur multiplen Krise und zum Verhältnis zwischen Gesellschaft und Natur skizziert. Sodann werden aktuelle Veränderungen in den gesellschaftlichen Naturverhältnissen beleuchtet. Es wird danach gefragt, inwieweit gerade durch neue Formen der Naturaneignung die multiple Krise zu bearbeiten versucht wird. Im Zentrum stehen dabei Diskussionen über eine „green economy“, wie sie im Vorfeld der im Juni 2012 stattfindenden Rio+20-Konferenz (United Nations Conference on Sustainable Development) geführt werden.

Referent: Markus Wissen, Politikwissenschaftler an der Universität Wien

Wann: Donnerstag, 1. Dezember 2011, 19:30 Uhr
Ort: NEU – Studierendenhaus Raum K4, Uni Campus Frankfurt

Uli Brand: Gesellschaftliche Naturverhältnisse, was ist denn das? [Video]

Beitrag von Ulrich Brand, Uni Wien, im Forum 3 «Gesellschaftliche Naturverhältnisse im Zeitalter von Peak everything, Klimawandel und Armut» auf dem Attac-Kongress «Jenseits des Wachstums» in Berlin, 20.5.2011.