Veranstaltungshinweise

In der nächsten Woche gibt es zwei empfehlenswerte Veranstaltungen in Frankfurt. Am Montag, den 21. Mai hält der Journalist Gerhard Klas einen Vortrag mit dem Titel „Das schmutzige Geschäft mit den Mikrokrediten“. Die Veranstaltung findet im Club Voltaire (Kleine Hochstrasse 5) statt und beginnt um 20:00 Uhr. Mehr Infos findet ihr hier: Club Voltaire.

Am Mittwoch, den 23. Mai, findet im Café Exzess (Leipziger Straße 91) um 20:00 Uhr eine Veranstaltung mit dem Titel „Deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Süden Mexikos. Biopiraterie und Aufrüstung der Polizei“ statt. Mehr Infos hier: Linksnavigator.

Es geht nicht um Eisbären – soziale und ökologische Kämpfe zusammen führen!

Aufruf zu den Protesten in Frankfurt vom 16.-19. Mai 2012

Vom 16.-19. Mai 2012 werden tausende Menschen die Straßen von Frankfurt übernehmen. Das Spardiktat der „Troika“ aus EZB, IWF und EU-Kommission, welches federführend von der deutschen Regierung durchgesetzt wurde, bleibt endlich auch in Deutschland nicht länger ohne Widerspruch.

Die Krise ist nicht nur als Euro-, Schulden- oder Bankenkrise greifbar, sie ist vielmehr eine grundlegende Krise unserer gesamten Lebensverhältnisse:

Das herrschende Wirtschaftssystem beinhaltet einen strukturell bedingten Zwang zu Konkurrenz und permanenter Expansion (verharmlosend „Wachstum“ genannt) und zerstört so in umfassender und schnell fortschreitender Weise die natürlichen Grundlagen des Lebens;
Hunger breitet sich immer weiter aus, u.a. weil das Kapital auf der Suche nach neuen Verwertungsmöglichkeiten mit Nahrungsmitteln spekuliert;
lebenswichtige Bereiche wie z.B. die Versorgung mit sauberem Wasser werden rücksichtsloser Profitlogik untergeordnet;
unter dem Vorwand, Staatsschulden zu reduzieren, werden Stück für Stück demokratische Errungenschaften abgebaut.
Dies sind nur einige der zahlreichen Krisenmomente eines Wirtschaftssystem, das nicht einmal angesichts von Klimawandel und anderen ökologischen Katastrophen in der Lage ist, die Richtung zu ändern, während es ungebremst weiter auf den Abgrund zu rast.

as

(mehr…)

BUKO 34: under pressure. Krisen. Kämpfe. Transformationen.

Der Druck steigt: Krisen

Eine Krise jagt die nächste: Immobilienblasen platzen. Großbanken gehen pleite. Schulden explodieren. Der Euro taumelt. Ganzen Staaten droht die Zahlungsunfähigkeit. Milliarden fließen in Rettungsschirme. Weitere Milliarden in die Rettung der Rettungsschirme. „Rette sich, wer kann“, heißt die Devise, und wer nicht kann, bleibt im Regen stehen.

Die Krise hat viele Gesichter und lässt sich nicht allein auf eine Finanz- oder Wirtschaftskrise reduzieren. Es ist auch eine Klima- und Ressourcenkrise. Die kapitalistische Wirtschaftsweise basiert auf der konsequenten Ausbeutung von Mensch und Natur. Das ist nicht neu. Neu ist allerdings die Brutalität, mit der nun der letzte Saft aus der Zitrone gepresst wird. Die imperiale Lebensweise in den Ländern des globalen Nordens fußt auf dem inflationären Konsum von Waren sowie auf dem massiven Verbrauch fossiler Energieträger wie Kohle und Öl. Weil Rohstoffe zu Neige gehen und die Nachfrage gleich bleibt bzw. weiter ansteigt, steigen auch die Preise. Deshalb lohnt sich der immer aufwändigere Abbau an immer entfernteren Orten. Die damit verbundene Zerstörung ganzer Landschaften und Regionen, vor allem in den Ländern des globalen Südens, wird dabei billigend in Kauf genommen.

(mehr…)

Café 2Grad auf dem Kongress „Wem gehört Frankfurt?“

In den letzten Monaten haben wir leider keine Veranstaltungen und Diskussionen organisieren und anbieten können, da wir mit der Vorbereitung eines Beitrags zum Kongress „Wem gehört Frankfurt?“ zum Thema „Green City“ beschäftigt sind. Der aktionistische Kongress findet vom 16. bis zum 18. März 2012 in den Räumen des Studierendenhauses auf dem Campus Bockenheim statt und wird von Gruppen aus dem Netzwerk „Wem gehört die Stadt?“ koordiniert. Den Einladungstext findet ihr hier. Sobald klar ist, wann wir unseren Beitrag vorstellen werden, geben wir dies hier auf dem Blog bekannt. Im Frühsommer sind dann auch wieder einige Veranstaltungen geplant. Bei Interesse an den Veranstaltungen oder an einer Mitarbeit schreibt uns einfach eine Email.

logo2_wgds_final_schatten_01.jpg

01.12.2011 – Veranstaltung: Gesellschaftliche Naturverhältnisse in der Krise

Die aktuelle Krise hat viele Erscheinungsformen. Neben der (sich erneut zuspitzenden) Krise der Ökonomie und der Staatshaushalte haben wir es
mit steigenden Nahrungsmittelpreisen, sich verschärfenden Ressourcenkonflikten, zunehmend politisierten ökologischen Krisenphänomenen (allen voran: der Klimawandel) sowie einer „Krise der staatlichen Krisenbearbeitung“ zu tun. Letztere äußert sich darin, dass sich die vielfältigen Krisenerscheinungen nicht mehr mit dem gewohnten neoliberalen Instrumentarium bearbeiten lassen, dass dieses Instrumentarium vielmehr selbst Krisen verschärfend wirkt. Die Krise ist also eine „multiple Krise“. Was aus ihr hervorgeht, kann nur angemessen begriffen werden, wenn die verschiedenen Phänomene in ihrem Zusammenhang betrachtet werden.

In der Veranstaltung wird zunächst in Anlehnung an das Konzept der gesellschaftlichen Naturverhältnisse und die politische Ökologie ein konzeptioneller Zugang zur multiplen Krise und zum Verhältnis zwischen Gesellschaft und Natur skizziert. Sodann werden aktuelle Veränderungen in den gesellschaftlichen Naturverhältnissen beleuchtet. Es wird danach gefragt, inwieweit gerade durch neue Formen der Naturaneignung die multiple Krise zu bearbeiten versucht wird. Im Zentrum stehen dabei Diskussionen über eine „green economy“, wie sie im Vorfeld der im Juni 2012 stattfindenden Rio+20-Konferenz (United Nations Conference on Sustainable Development) geführt werden.

Referent: Markus Wissen, Politikwissenschaftler an der Universität Wien

Wann: Donnerstag, 1. Dezember 2011, 19:30 Uhr
Ort: NEU – Studierendenhaus Raum K4, Uni Campus Frankfurt

Uli Brand: Gesellschaftliche Naturverhältnisse, was ist denn das? [Video]

Beitrag von Ulrich Brand, Uni Wien, im Forum 3 «Gesellschaftliche Naturverhältnisse im Zeitalter von Peak everything, Klimawandel und Armut» auf dem Attac-Kongress «Jenseits des Wachstums» in Berlin, 20.5.2011.

Café 2Grad im Herbst 2011: Buchvorstellung „Staudamm oder Leben“

Das Café 2Grad geht noch einmal in die verlängerte Sommerpause – wir fangen erst im Oktober wieder an mit einer Buchvorstellung im Rahmen der „Gegenbuchmasse“ (www.gegenbuchmasse.de).

Ulrike Bürger wird am Freitag, den 14. Oktober 2011 um 18:00 in den Räumen der DFG-VK in der Mühlgasse 13 (Frankfurt-Bockenheim) ihr Buch „Staudamm oder Leben! Indien: Der Widerstand an der Narmada“ vorstellen.

Mehr als 80 Millionen Menschen sind in den letzten fünf Jahrzehnten weltweit durch den Bau großer Staudämme zwangsumgesiedelt worden. Für die indigenen Bevölkerungen sind die Folgen besonders verheerend. Sie werden von ihrem Land vertrieben und ihre traditionelle Lebensweise wird zerstört. Sie müssen dafür kämpfen, völlig unzureichende Landkompensationen oder Entschädigungen zu erhalten. Der Widerstand gegen Staudämme braucht unsere Solidarität, denn die Planungen für weitere industrielle Großprojekte im Namen einer fragwürdigen Entwicklungsideologie sind ungebrochen. Am Beispiel der Bewegung zur Rettung der Narmada (NBA), einer der wichtigsten ökologischen Widerstandsbewegungen der letzten Jahrzehnte in Indien, zeigt sich, wie der globale Kapitalismus Kämpfe um das Wasser, die Energiegewinnung und industrielle Großmachtambitionen verursacht. Der Widerstand an der Narmada ist damit Teil weltweiter Energiekämpfe, wie sie hierzulande gegen Kohlekraftwerke, Atomstrom und um dezentrale Energieversorgung geführt werden.

Ulrike Bürger ist während ihrer mehrmaligen Indienaufenthalte in den Gebieten zweier Großbaustellen, Maan und Maheshwar, gewesen. Sie hat mit vielen Betroffenen und NBA-AktivistInnen über die Zerstörung der Umwelt, die Bedrohung ihrer Lebensbedingungen und ihren Widerstand sprechen können.

Mitveranstalter: Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK Bildungswerk Hessen e.V. und DFG-VK Frankfurt), Initiativgruppe GegenBuchMasse, Verlag Graswurzelrevolution

Die Veranstaltung wird Teil einer Reihe zu internationalen Themen und zur Frage des Internationalismus sein. Für das Programm checkt unseren Blog oder tragt euch auf unsere Mailingliste ein.

Die Klimagerechtigkeitsbewegung in der BRD

In der aktuellen Ausgabe der „Arranca“, der Zeitschrift der Berliner Gruppe FelS, findet sich ein lesenswerter Artikel über „die kurze Geschichte der Klima(ge-rechtigkeits)bewegung“ in der BRD von Mona Bricke und Tadzio Müller. Den ganzen Artikel findet ihr hier.

Noch können wir zu unserem Herbst- / Winterprogramm nichts sagen – schaut einfach ab und an auf unserem Blog vorbei oder tragt euch in unsere Mailingliste ein (einfache eine kurze Mail an zweigrad (ät) safe-mail.net). Bis dahin – vielleicht treffen wir uns ja auch auf dem Klimacamp bei Köln?